HOTELS IN KOREA

Südkorrea - zementierte Trennung von Nordkorea seit 1948

Im Wattenmeer - Koreanisches Wunder des Moses

Faszinierende Schönheit der koreanischen Landschaften


Koreas Aufsplitterung in zwei "Nationen" ist auf den Zweiten Weltkrieg zurückzuführen. Nach Japans Kapitulation wurde das Land in zwei Hälften aufgeteilt. Nach dem 8. September 1945 verwalteten die Vereinigten Staaten die südliche Hälfte, während die Sowjetunion sich des Nordens annahm. Diese Teilung entlang des 38. Breitengrads war ursprünglich als temporäre Lösung gedacht. Die ursprüngliche Hoffnung auf ein vereintes Korea verpufften bald in der Politik des Kalten Kriegs. Im Juni 1950 brach der Koreakrieg aus und zementierte die Trennung Koreas. Hoffnungsschimmer für ene Versöhnung keimen immer wieder auf. So wird bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking eine gesamtkoreanische Sportmannschaft Gesamtkorea repräsentieren.

Südkorea (Republik Korea) ist ein Staat auf der südlichen Hälfte der koreanischen Halbinsel. Im Norden grenzt es an Nordkorea, die sozialistische Hälfte Koreas. Im Osten grenzt Südkorea an das Ostmeer (Japanisches Meer), im Süden liegt die Koreastraße und im Westen liegt das Gelbe Meer. Die Hauptstadt ist Seoul. Weitere Großstädte sind Incheon westlich von Seoul, Daejeon in Zentralsüdkorea, Gwangju im Südwesten, und Daegu und Busan im Südosten. Die Landschaft besteht aus zum Teil bewaldeten Bergen im Osten und dichtbevölkerten Ebenen entlang der Küste im Süden und Westen. Südkorea verfügt mit dem Wattenmeer Saemangeum an der Westküste über das zweitgrößte Wattenmeer der Erde

Die Bevölkerung Koreas gilt als relativ homogen. Die einzige Minderheit ist eine kleine chinesische Gemeinschaft. Eine große Zahl von Arbeitern aus anderen Teilen Asiens (Thailand, Philippinen und Indien) und auch aus Afrika ist nach Südkorea ausgewandert, um in den großen Fabriken eine Arbeit zu finden. Im Stadtteil Itaewon-dong finden sich die US-Einwohner. Viele Südkoreaner haben aber auch das Land verlassen udn wohnen im Ausland (Volksrepublik China und Zentralasien). Politische, soziale und wirtschaftliche Unruhen in Südkorea haben dazu geführt, dass viele Koreaner in die USA und Kanada ausgewandert sind. Seitdem sich allerdings die Lage in Korea wieder stabilisiert hat, sind viele Koreaner wieder nach Korea heimgekehrt.

In Südkorea sind 46 % Buddhisten und 52 % Christen . Viele Menschen nehmen Religion nicht so streng und feiern Feste von verschiedenen Religionen.. In Seoul sind auf den Häusern viele rot angestrahlte Kreuze. Schamanische Riten sind immer noch weitverbreitet. Konfuzianische Werte dominieren gegenwärtig noch immer die meisten Aspekte des koreanischen Alltags und auch Tanz-Zeremonien.

Südkorea ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde. Südkorea gilt als einer der vier ostasiatischen Tigerstaaten. Das wirtschaftliche Wachstum wurde mit einem Bündnis von Wirtschaft und Regierung erreicht. Der Import von Rohmaterialien wurde forciert, Investment wurde der Konsumation vorgezogen. Die Asienkrise im Jahr 1997 hat allerdings auch die Schwachstellen des Wundermodells offenbart. Seit dem in den 1970er Jahren eintretenden Aufschwung konnten sich mehrere südkoreanische Firmen erfolgreich am Weltmarkt etablieren. Darunter fallen beispielsweise Samsung, Hyundai oder Daewoo.

70% der Fläche von Süd-Korea sind mit Bergen bedeckt. Der Grossteil der Koreaner drängt sich in den Städten auf relativ engem Raum, allein ein Viertel der gesamten Bevölkerung lebt in Seoul und seinen Vorstädten.

Es gibt über 20 verschiedene Nationalparks und noch einmal mindestens genauso viele Provinzparks. In den meisten Parks stehen weit ab von der restlichen
Zivilisation die farbenfrohen koreanischen Tempel. Alle bieten eine Möglichkeit zur
Meditation und zum Gebet. Einer der beliebtesten Parks ist der Seoraksan-Nationalpark. Schroffes Gestein, Flussläufe mit herrlichen Wasserfällen und eine Galerie spitzer Felsen prägen das Bild. Während der
Osten geradezu ein Touristenzentrum mit Seilbahn, Restaurants und Souvenirläden ist, genießt der Gast im Westen im Outer Seorak die besondere Ruhe. Interessant ist der Bukhansan-Nationalpark wegen seiner abgerundeten Felsformationen und der wieder aufgebauten Stadtmauer, aber auch wegen seiner Aussicht auf das sich in alle Himmelsrichtungen ausbreietnde Häusermeer von Seoul. Als Mutter der Nationalparks gilt der Jirisan-Nationalpark. In ihm befinden sich mehrere schöne Tempel und der höchste Gipfel des süd-koreanischen Festlands (Cheonwangbong, 1900 m). Südlich der Koreanischen Halbinsel liegt die vulkanische Insel Jeju-do. Sehenswert sind die Vulkankrater und Höhlen.

Südkorea fasziniert uns durch die Schönheit seiner malerischen Landschaften, durch die Lebendigkeit seiner alten Kultur und durch die Gastfreundschaft seiner liebenswürdigen Bewohner . Die am Hangang-Fluss gelegene Stadt Seoul ist die pulsierende Hauptstadt Koreas mit mehr als 10 Millionen Einwohnern. Seoul hat sich in den letzten Jahren zum politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum des Landes entwickelt. In der koreanischen Metropole erlebt der Besucher eine faszinierende Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart erleben und kann zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten und unschätzbare Kunstsammlungen bewundern. Die Palastanlagen der vier alten Königspaläste mit ihren bezaubernden Landschaftsgärten werden von Gartenarchitekten hoch geschätzt. Seoul wird von vielen wunderschönen Bergen umgeben. Der Weg auf den Gipfel des im Norden der Stadt sich erhebenden Berges Bukhansan lohnt sich. Dort hat man einen einzigartigen Ausblick auf Seoul und die umliegende Landschaft. In den Winkeln der Täler versteckt liegen viele kleine Dörfer und alte buddhistische Klöster. Beliebtes Shoppingviertel für Antiquitäten und andere koreanische Kunstgegenstände ist Isadong. Wunderschöne traditionelleTeehäuser mit kleinen Gärten säumen die Straßen. Aber auch die Umgebung der Metropole hat interessante Sehenswürdigkeiten anzubieten.

Im Volkskundedorf Yongin (Freilichtmuseum) wurden Bauernhäuser aus ganz Korea rekonstruiert. Handwerker zeigen ihre mannigfaltigen Kunstfertigkeiten. Auf dem Dorfplatz treten regelmäßig Seiltänzer und Volktanzgruppen auf. In unmittelbarer Nähe des Volkskundedorfes liegt Suwon mit der Festung Hwaseong, die auch zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Kaum 60 Kilometer nördlich von Seoul liegt Panmunjeom. Dort wurde am 27. Juli 1953 das Waffenstillstandsabkommen zwischen Nord- und Südkorea unterzeichnet. Es ist das einzige Gebiet in der entmilitarisierten Zone, wo Besucher erlaubt sind.

Die bergige und dichtbewaldete Provinz Gangwon-do liegt in der östlichen Zentralregion und erstreckt sich über eine Länge von 390 km. Beliebtes Reiseziel für Wanderer und Kletterer ist ist der Berg Seoraksan mit 1708 Metern Höhe und ist gelichzeitig auch ein Paradies für Botaniker und Vogelkundler. Das Geumgangsan-Gebirge zählt zu den schönsten Naturwundern der Welt.

Charkateristisch für die südwestliche Region Südkoreas sind die weiten Ebenen mit kontinentalem und maritimem Klima. Hier wird vor allem Reis angebaut. In dieser Provinz liegen die beliebten Nationalparks. Die Provinzhauptstadt Gwangju ist eine Stadt voll lebendiger Traditionen.Hier tragen noch alte Koreaner und Koreanerinnen die traditionelle Tracht, Hanbok.

Im Westmeer der Provinz liegt die Insel Jindo. Anfang Mai und Mitte Juli sinkt dort der Meeresspiegel, so dass man das Eiland vom Festland aus in einer Stunde zu Fuß erreichen kann (Naturschauspiel:das „koreanische Wunder des Moses“).

Die beiden herausragensten Schätze der südlichen Region Gyeongju sind der Bulguksa-Tempel und die Seokkuram-Grotte. Über das ganze Stadtgebiet verteilt und in der Umgebung von Gyeongju findet man zahlreiche historische Überreste so auch die Hügelgrabanlage der Könige im Dumuli-Park. In den Wäldern der nahen Umgebung trifft der Besucher auf buddhistische Statuen, Pagoden und weitere Hügelgräber. Gyeongju ist eine reiche Fundstätte für Hobbyarchäologen.

Die Stadt Andong im Norden von Daegu ist die Schatzkammer der konfuzianischen Tradition, und Hahoe, ein kleines Städtchen nahe Andong, ist bekannt für seine traditionellen Masken und das Maskentanz-Theater. Im Tempel Haeinsa werden die mehr als 80 000 Holzdruckplatten, die Tripitka Koreana, aufbewahrt.DieInsel Jejudo ist für ihre Taucherinnen bekannt, die bis in eine Tiefe von 20 Metern nach Meeresfrüchten tauchen.

120 000 Ausstellungsobjekte deskoreanischen Nationalmuseums geben einen Querschnitt durch die Geschichte Koreas. Besucht werden können auch das Nationalmuseum für Zeitgenössische Kunst in Gwacheon, das Gyeongju Nationalmuseum (Asiens größte und schönste Glocke, die Emille-Glocke), das Gwangju Nationalmuseum (Sammlung chinesischer Keramiken, die im Meer von Sinan im Wrack eines 600 Jahre alten Handelsschiffes gefunden wurden), und das
Andong Volkskundemuseum (1000 Kunstgewerbegegenstände); ebenso der Daejon Expo Science Park (Ausstellungsgebäude der Weltausstellung von 1993) , das Jeju Volks- und Naturkunde Museum und das Hoam Kunstmuseum auf dem Gelände des Everland-Vergnügungsparks ( schönste private Kunstsammlung in Korea mit rund 8000 Ausstellungsobjekten).